Das Eigentum an einer Sache (z.B.Immobilie) verleiht dem Eigentümer grob drei Rechte:

  1. Nutzung,
  2. Fruchtziehung und
  3. Veräußerung

Durch die Begründung des Nießbrauchs überträgt der Eigentümer das Recht zur Nutzung und zur Fruchtziehung (lat. usus fructus, dt. Nutznießung) an einen Dritten. Das Nießbrauchrecht wird im Grundbuch eingetragen.In der Praxis wird der Nießbrauch häufig bei der Vermögensübertragung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge eingesetzt. Der Übertragende verschafft dem Nachfolger zwar das Eigentum an der Immobilie, behält sich aber zu seinen Lebzeiten den Nießbrauch vor.